Das Logo: Wegweisend

Die Wortmarke »Schrift und Bild« wurde 1963 von dem Grafiker Wolfgang Schmidt (1929-1995) für die Titelseite des Katalogs der gleichnamigen Ausstellung entwickelt. Dieser Katalog war die erste Publikation, die Franz Mon in seinem neugegründeten Typos Verlag herausgab. Die Ausstellung »Schrift und Bild« war zunächst in der Kunsthalle Baden-Baden und dann im Stedelijk Museum in Amsterdam zu sehen und wurde von Dietrich Mahlow kuratiert.

Die Wortmarke als Absender für Verein, Stiftung, Museum und Akademie zu verwenden, liegt aus mehreren Gründen nahe: Sie zeigt Schrift, die durch grafische Gestaltung bildhaft wird – ein Vorgang, der zur Entstehungszeit des Logos alles andere als technisch banal war. Zudem wird der Nachlass Wolfgang Schmidts in die zu gründende Stiftung eingebracht werden. Angesiedelt zwischen »freier« und »angewandter« Kunst ist die Gestalterpersönlichkeit Schmidt ein für »Bild und Schrift« typischer Repräsentant.

Schließlich waren es Grenz- und Gratwanderungen, die zwischen bildender Kunst und experimenteller Literatur eine eigenständige Kunstrichtung entstehen liessen. Eben dies bildet sich in der Wortmarke Wolfgang Schmidts augenscheinlich ab.